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Gern gesehen

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Ferien von Anfang an

Flugangst adé ...

Angst vorm Fliegen - viele Menschen freuen sich nur bedingt auf den Urlaub: Der Anfang ist das Schlimmste, das Ende sowieso. Dabei liegt die Ursache hinter der Flugangst häufig in Themen, die mit dem Fliegen gar nichts zu tun haben ... mehr


Unbekanntes Transkaukasien

Armenien - Armenien

Hayastan nennen die Armenier ihr Heimatland, nach ihrem höchsten Gott „Hayk“ aus heidnischer Zeit. Zahlreiche Routen führen entlang fruchtbarer Ebenen, trockener Felssteppen, schneebedeckter Bergwege und türkis schimmernder Seen. Ein Land am Rand Europas in den transkaukasischen Bergen ... mehr

Randnotizen

Süßer Frühling
Von Mitte Februar bis Mitte April sind Neuenglands Farmer mit Eimern, Schläuchen und speziellen Bohrern unterwegs, um köstlichen Ahornsirup zu zapfen. Manche Farmen können sogar das ganze Jahr über besichtigt werden, zum Beispiel die Dakin Farm südlich von Burlington in Vermont.

Benzin im Blut
Einem US-amerikanischen »Muscle Car« wie Corvette oder Camaro wie seinerzeit auf der Rennstrecke kommt man im Penske Racing Museum in Scottsdale, Arizona, ziemlich nahe. Der Rennstall Penske Racing hat 300 große Siege eingefahren und 15mal das legendäre Indianapolis 500-Meilen Rennen gewonnen.


Tirza_Renebarg_Tee_TiedTirza Renebarg
Tee-Tied

KEN. Die Hälfte meiner Vorfahren kommen aus einer Gegend, in der eine durchgeknallte Lateinklasse die Ortsnamen vergeben haben könnte. Die meisten Dörfer enden auf »-um«: Oldersum, Wybelsum, Twixlum …. Ohne Larrelt oder die kleine Großstadt Emden würde man sich eine Cervisia bestellen.

 
 

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Tatsächlich wurde hier bis zum frühen 17. Jahrhundert nahezu ausschließlich Bier getrunken. Um 1610 brachten die ersten Schiffe der Niederländischen Ostindien-Kompanie Tee aus China nach Europa. Knapp 100 Jahre später stand für die Ostfriesen fest: Das Drachengift taugt nicht nur als Heilmittel. Bis zu 24 Tassen am Tag – da muss mehr dran sein.

Die ostfriesische Teekultur

Tirza Renebarg schildert in ihrem hübsch gemachten Buch alles Wesentliche rund um den Tee und bleibt dabei die meiste Zeit in Ostfriesland. Klar, das Porzellan kommt aus Thüringen und der Tee aus Asien. Das ist nun mal so. Aber hier wird er dann zum einzig wahren, dem »echten Ostfriesentee« gemischt.

Rund um Emden wird wie nirgends sonst mit einem flachen Löffel die Sahne auf den Tee gelegt, damit sie, die Sahne, Wölkchen bildet. Schon das ist eine Kunst, die eine gute Hausfrau auszeichnet. Längst ist bis dahin das Knistern des Kluntjes, des Kandiszuckers auf dem Boden der Tasse verklungen. Zwischen Sahne und süß bleibt es bitter. So ist das Leben, da muss man durch. Und an diesem Gesetz rüttelt ein echter Ostfriese nicht. Wehe dem, der rührt!

Der Löffel – oder die Gabel – ist für den leckeren Kuchen zum Tee, wenn der nicht besser gleich mit der Hand genommen wird. Wenn jemand doch damit in die Tasse fährt, zuckt die ostfriesische Teegemeinschaft zusammen: »Gleich müssen wir wieder erklären, dass der Deich nicht zum Brotbacken ist. Oder dass man darin keine Forellen angeln kann ...«

Drei Tassen ist Ostfriesenrecht. Dann etwa ist auch der Kluntje aufgelöst. Wer länger bleibt, wohnt bereits und zahlt Miete. Oder er hat sich in Tirza Renebargs Buch festgelesen. Und das ist dann gut verbrachte Tee-Tied. Hat Spaß gemacht!


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