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Eric T. Hansen - Forbetter Your EnglishEric T. Hansen
Forbetter Your English

KEN. Schwer auf Draht zu sein, ist mit »to be heavy on the wire« kaum abiturtauglich ins Englische übersetzt. Ohnehin war das seinerzeit ein Scherz und niemand hätte sich eingebildet, mit solchen direkten Übertragungen perfekt anglophon zu sein. Es gibt eben Stolperfallen, die laut Sprachwissenschaftler Eric T. Hansen typisch deutsch sind. »Forbetter Your English« zum Beispiel.

 
 

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Wer nicht aufpasst, bekommt im englischsprachigen Ausland schnell den »salad« aufgetischt, der nur unter anderem Blattsalat enthalten könnte. Wer es gerne schön grün auf dem Teller mag, muss ausdrücklich nach »lettuce« fragen. Unsere sprachlichen Vettern »werden« übrigens auch nicht älter, sondern bekommen älter – von »to get older«. Und wenn sie doch einmal »become« sagen, bekommen sie nichts, sondern werden etwas, zum Beispiel Meister der Premier League. Dort spielt man nicht »football«, sondern »soccer«, obwohl England immer wieder als »Mutterland des Fußballs« zitiert wird.

Der etwas andere Sprachkurs

Obelix würde sagen, die spinnen die Briten. Sie wären in angenehmer Gesellschaft, denn zum Beispiel in den USA und in Australien sprechen die Leute ebenfalls Englisch. Sie biegen sich vor Lachen, wenn der eine »peanut creme« sagt, der andere »peanut butter« meint – und sie doch beides aus dem gleichen Glas aufs Brot löffeln. Am liebsten bestreichen sie die Erdnussbutter dann mit »marmelade«, die original aus Quitten und/oder Orangen hergestellt wird. In Deutschland gibt es Marmelade dagegen aus fast jeder Sorte Obst, selbst wenn im Laden dann Konfitüre draufstehen muss.

Solche Ähnlichkeiten und Unterschiede machen Deutschlands Fremdsprache Nummer 1 interessant. Gleichzeitig erhöhen sie die Fehlerquote. Für den gebürtigen Amerikaner Eric T. Hansen, Autor dieses amüsanten und etwas anderen Sprachkurses, sollte das aber kein Hindernis sein, erst recht Englisch zu sprechen. Damit wir dabei seltener in Fettnäpfchen treten, teilt er in diesem 190 Seiten starken Taschenbuch seine Erfahrungen und Anekdoten mit Deutschen hierzulande und in Amerika.

Gerade den Deutschen sagt Eric T. Hansen nach, dass sie sich erst trauen Englisch zu reden, wenn sie es perfekt können und sich bis dahin regelrecht genieren, irgendetwas mit »th« in den Mund zu nehmen. Zudem leiten sie ihre Ausflüge in die Sprache der Nachbarn auffällig oft mit einer Entschuldigung ein. Ihre Kenntnisse seien ziemlich schlecht und weit weg von Oxford und denen des Königshauses.

Einer Anekdote zufolge, die nichts mit »Forbetter Your Englisch« zu tun hat, fragt eine Mutter ihren Sohn nach dem Schüleraustausch, ob er Schwierigkeiten mit dem Englisch seiner Gasteltern gehabt habe. Seine Antwort: »Ich nicht, aber meine Gasteltern hatten Probleme mit meinem Englisch.« – Soweit kommt es selten: Die meisten Engländer und Amerikaner finden Fremdsprachler angenehm, die mit allen Makeln mutig drauflosplappern, statt stumm über die fehlerfreie Grammatik zu brüten. Und ich finde, sie haben Recht.

Wenn wir Eric T. Hansen glauben dürfen, freut sich jeder Muttersprachler, wenn seine Gäste sich im Englischen versuchen: Wir werden mit jedem Satz besser! Und dann macht es sogar Spaß, die Feinheiten der fremden Sprache zu erforschen. Meine eigenen Erfahrungen als Reisender bestätigen, dass unsere Gastgeber sich stets bemühen, das Gemeinte aus dem tatsächlich Gesagten herauszurechnen und eventuelle Lücken zu schließen. Wir tun schließlich das gleiche, wenn Besucher aus anderen Ländern sich uns gegenüber bemühen, Deutsch zu sprechen.

»Forbetter Your Englisch« ist eher ein Buch für Fortgeschrittene. Aber sicher schadet es nichts, sein Bewusstsein für die Fallstricke und Feinheiten der englischen Sprache schon vorher zu schärfen. Eric T. Hansen würzt seine Ausführungen mit einer ordentlichen Prise Humor und der Selbsterkenntnis, dass ihm durch die typischen Fehler der Deutschen auch die Tücken des Englischen deutlicher geworden sind.

 Eric T. Hansen - Forbetter Your English


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